Innovationsmanagement: Ohne Fleiß - kein Preis!

Referent Dr. Markus Mann beschreibt wie ein innovationsfreundliches Arbeitsumfeld geschaffen wird.
Autor: Dr. Markus Mann

Von allen Seiten fordert man derzeit Innovationen. Neue Produkte, neue Technologien – egal was, Hauptsache innovativ ist es. Und so kommt es, dass das Schlagwort Innovation mittlerweile auch zu denen gehört, die einfach mal so in den Ring geworfen werden, falsch machen kann man dabei nicht viel.

 

Leider übersehen viele dabei, dass es Innovationen nie umsonst gibt. Wie so oft gilt auch hier: „Ohne Fleiß kein Preis“. Sicher, man kann als Unternehmen immer behaupten, eine innovative, nach vorne schauende Firma zu haben, doch die Praxis sieht oft anders aus. Niemand gibt gerne zu, dass es mit den Neuerungen doch nicht ganz so spielerisch ist.

Wann ist eine Innovation eine echte Innovation?

Leider ist der Begriff der Innovation nicht eindeutig definiert: Ist die Innovation mit einer Idee, der Neuerung an sich gleichzusetzen? Oder handelt es sich um die Umsetzung einer Idee? Oder, um es mit Schumpeter zu sagen, um „die Durchsetzung einer technischen Neuerung, nicht allein ihre Erfindung“?

 

Letztlich gilt eines: Sofern sie nicht am Markt messbar (und in Geld zählbar) sind, mögen Ideen zwar ganz nett sein, sind aber keine systematisch-konstruktiven Umsetzungen neuer Problemlösungen in Erfolge am Markt. Gutes Innovationsmanagement zielt nun genau darauf ab, zunächst Ideen zu generieren, diese dann zu bewerten, auszusieben, einzelne davon umzusetzen und erfolgreich am Markt zu platzieren. Die Fähigkeiten für diesen Prozess sind erlernbar, brauchen aber wie alles, was man erstmals tut, eine gewisse Zeit, verbunden mit Training und der Möglichkeit von Fehlschlägen.

Warum Innovationen verlangt sind

Eine Frage lässt sich leicht beantworten, und zwar, warum es überhaupt Innovationen braucht. Hier gibt es vier Ansätze. Der wissenschaftliche Ansatz sieht durch die Verkürzung der Produktlebenszyklen den Zwang zu einer entsprechenden Erhöhung der Innovationsgeschwindigkeit.

 

Der gesellschaftliche Ansatz betrachtet den Menschen in zentraler Sicht als Kunden, der Kraft seiner Nachfrage den Markt und daraus folgend Innovationen beeinflusst oder sogar aufgrund eigener Unzufriedenheit mit den angebotenen Produkten vom Konsumenten zum Produzenten mutiert. Dagegen befasst sich der betriebswirtschaftliche Ansatz eher mit dem Einfluss von Innovationen auf das Ergebnis des Unternehmens. Doch die besten Ideen kommen aufgrund des vierten Ansatzes zum Tragen, dem neugierigen Ansatz. Hier geht es darum, Innovationen aus Spaß und Interesse an Neuem und dem Wunsch, Aufgaben zu lösen, ins Leben zu rufen, wie bei einem Rätsel, mit dem man sich während der Freizeit befasst.

Innovationskraft verlangt Kraftanstrengung

Viele kleine und mittlere Unternehmen beklagen indes die mangelnde Innovationskraft in der eigenen Organisation. Gleichzeitig stellen sie hierfür keine Mittel zur Verfügung. Leider sind die wenigsten Ideen umsonst zu haben.

 

 Die Katze beißt sich in den Schwanz…

 …und so bleibt es oft bei Lippenbekenntnissen. Scheuen Sie daher die Mühe nicht und schieben Sie das Innovationsmanagement nicht auf die lange Bank. Denn die lange Bank führt leider oft schneller, als man es glaubt, in die wirtschaftliche Schieflage!

 


 Autor: Dr. Markus Mann

 

Seminarempfehlungen zum Innovationsmanagement