Persönlichkeitsanforderungen an Führungskräfte – Die Qualitäten des Stehauf-Menschen

Referent Dipl.-Sozw. Jürgen Klenner zeigt, welche Eigenschaft eine erfolgreiche Führungspersönlichkeit hat.
Autor: Dipl.-Sozw. Jürgen Klenner

In der Leadership-Diskussion gewinnt der Aspekt der Selbst- und Führungskompetenz zunehmend an Relevanz. Neben dem fachlichen Know-how sind persönliche Stärken gefragt, die eine Führungskraft zu einer guten Führungskraft machen. Unternehmensberater und Coach Jürgen Klenner macht in diesem Zusammenhang auf ein aktuelles Thema aufmerksam: die Widerstandsfähigkeit von Führungskräften oder kurz gesagt die Resilienz.

 

Der Begriff der Resilienz kommt ursprünglich aus der Werkstoffkunde und meint dort die Elastizität und Spannkraft von Materialien. Übertragen auf die Kompetenzebene von führungsverantwortlichen Arbeitnehmern und Entscheidern bedeutet es so viel wie Widerstandsfähigkeit in Krisenzeiten oder die Fähigkeit, Unerwartetes zu managen. Die Fähigkeit zur Resilienz gewinnt immer dann an Bedeutung, wenn die Arbeitsbelastung und somit die psychische Belastung steigt. Wenn man also Persönlichkeitsmerkmale und persönliche Stärken als wichtige Kriterien und Eigenschaften einer Führungskraft deklariert, so nimmt auch die Widerstandsfähigkeit eine tragende Rolle ein, um die Führungsaufgaben erfolgreich auszufüllen.

Hohe Resilienz begünstigt proaktives Handeln

Resilienz meint aber nicht nur Widerstandsfähigkeit im Sinne einer passiven Reaktion auf Krisen und Probleme. Sie bedeutet auch, sich aktiv auf die auftretenden Umstände einzustellen und auf Herausforderungen zu reagieren. Flexibilität und Improvisationstalent sind hier entscheidende Hilfen, um unsicheren Situationen angemessen zu begegnen und positive Schlüsse aus ihnen für vergleichbare Szenarien zu ziehen. Dies wird gerne mit der Fähigkeit von Bambus verglichen: In stürmischen Zeiten ist er flexibel, aber dennoch widerstandsfähig im Gegensatz zu einer Eiche, die bricht. Diese Eigenschaft hat nicht nur für den Einzelnen viele Vorteile, sondern wirkt sich auch auf das Unternehmen im Ganzen positiv aus. Wenn die handelnden und entscheidenden Personen in einem Unternehmen in Krisenzeiten „kühlen Kopf“ bewahren, sind die Aussichten auf erfolgreiche Bewältigung am besten.

Optimismus bringt Widerstandsfähigkeit

Psychologischen Langzeitstudien zufolge sind insbesondere optimistische Menschen widerstandsfähig, da ihnen bewusst ist, dass Krisen immer wieder auftauchen können und in ihnen aber auch die Chancen liegen zu lernen. Darüber hinaus unterstreichen die Studien die Charakteristika Selbstverantwortung und Selbstwirksamkeit resilienter Menschen, die durch diese ausgeprägten Qualitäten ihr Leben und Handeln besser steuern können. Diese erlern- und trainierbaren Fähigkeiten werden durch die Merkmale Netzwerkorientierung und Lösungsorientierung ergänzt, also den Erkenntnissen, dass Unterstützung (Netzwerke) in Krisenzeiten hilfreich sind, als auch die Fähigkeiten neue Situationen und Umstände zu analysieren und entsprechende Lösungen zu erarbeiten.

Selbstkompetenz durch Persönlichkeitstraining steigern

Auf dem Markt der Weiterbildungen und Seminare gibt es speziell konzipierte Trainings, die den Teilnehmern eben jene Fähigkeiten vermitteln möchten. In der Regel liegen hier die Kernelemente im Persönlichkeitstraining, also darin, wie die einzelnen Personen zum Beispiel in den Bereichen Selbstverantwortung, Emotionssteuerung, Kausalanalyse, Empathie und Zielorientierung geschult werden können, um dies in die Führungsarbeit einfließen zu lassen.

 

Darüber hinaus wirken aber auch fachspezifische Seminare unterstützend bei der Entwicklung von Widerstandsfähigkeit, denn der Gewinn an Know-how hilft dabei Sicherheit und Souveränität im Beruf aufzubauen. Mit der fachspezifischen Kompetenzsteigerung „im Rücken“ können Führungskräfte in Krisenzeiten auf Handlungsanleitungen, Denkmuster und eben die hinzugewonnenen Kompetenzen zurückgreifen. Das Wissen um diese innere Stärke verschafft den Führungskräften Gelassenheit, Selbstvertrauen und Aufmerksamkeit.

Fazit

Festzuhalten ist demnach, dass die eigene Resilienz auf zwei Arten trainiert und damit erhöht werden kann: Zum einen durch die Stärkung der Selbstwahrnehmung, um mit auftretenden Widrigkeiten konstruktiv umzugehen. Hierfür gibt es gezielte Seminarangebote die sich auf die Persönlichkeitsentwicklung konzentrieren, so z. B. Stress- oder Selbstmanagement.

Zum anderen helfen aber auch Fachseminare en passent die Widerstandsfähigkeit auszubauen. Unter dem Strich bleibt übrig, dass gesteigerte Souveränität und Sicherheit sowie aufgebaute Routinen und Kompetenzen bei den Führungskräften von den Mitarbeitern registriert werden und positive Effekte erzeugen.

 


Autor: Dipl.-Sozw. Jürgen Klenner

Seminarempfehlungen zu Führung und Selbstkompetenz

Jetzt informieren: Dipl.-Sozw. Jürgen Klenner und Carsten Bach bieten praxisrelevantes Training zum Thema Führungskompetenz und Selbstmanagement.

 

 

Zum kompletten Seminarangebot  Führung & Teamentwicklung