Digital & dual studieren – Ein innovatives Fernstudienkonzept im Faktencheck

Speziell für Unternehmen fernab renommierter Hochschulstandorte ist es eine enorme Herausforderung, qualifiziertes Personal zu binden und neue Talente zu gewinnen. Ein duales Fernstudium kann besonders für Arbeitgeber in strukturschwachen Regionen ein wirksames Recruiting-Instrument darstellen.

 

 

Hochwertige und individuell ausgebildete Mitarbeiter zu finden, stellt kleine- und mittelständische Unternehmen vor große Herausforderungen. Eine Studie zur Digitalisierung in Bildungsprozessen aus dem Jahr 2016 ergab, dass jedes zweite mittelständische Unternehmen mit Rekrutierungsproblemen konfrontiert wird, aber nur 38 Prozent aktiv werden und gezielte Maßnahmen gegen den sogenannten „War for Talents“ ergreifen.¹ Berufsbegleitende Studienprogramme werden von 78 Prozent der befragten Unternehmen als sinnvoll betrachtet, um den Fachkräftemangel zu bewältigen. So stellen diese einen wesentlichen Baustein für den Unternehmenserfolg dar. 60 Prozent der befragten Unternehmen können sich duale Studienprogramme auch als Fernstudium vorstellen, um eine ideale Verzahnung von Beruf und Praxis anzubieten und die Ausfallzeiten der Mitarbeiter zu minimieren.

 

Die passende Lösung bietet die PFH Private Hochschule Göttingen mit dem innovativen Programm „digitual“. Seit rund einem Jahr können Studierende an der südniedersächsischen Hochschule im Rahmen des dualen digitalisierten Programms berufsbegleitend akademische Abschlüsse erwerben. Zur Auswahl stehen ein Bachelor in Betriebswirtschaftslehre sowie ein Master in Advanced Management.

 

Wir haben die wichtigsten Fakten auf einen Blick zusammengestellt.

5 Facts des dualen Fernstudiums „digitual“

Fact 1 – Digitalisierte Lerninhalte ermöglichen ein zeit- und ortsunabhängiges Studium

 

Besonders für Mitarbeiter, die unregelmäßige Arbeitszeiten haben, häufig im Ausland eingesetzt werden oder einfach das selbstständige Lernen von zu Hause bevorzugen, stellt „digitual“ eine interessante Möglichkeit dar, einen berufsbegleitenden Studienabschluss zu absolvieren. Aufgrund digitalisierter Lehrinhalte verläuft das Studium orts- und zeitunabhängig, und Mitarbeiter müssen für Theoriephasen nicht freigestellt werden. Ausfallzeiten sowie die Lohnausfälle lassen sich minimieren, da die Mitarbeiter während des Studiums im Unternehmen weiterhin für ihre Aufgaben zur Verfügung stehen. Die Lernformen sind vielfältig und reichen von Webinaren und Lernvideos bis zum digitalen Brainstorming und der Arbeit in virtuellen Kleingruppen. Den Großteil des Studiums können die Mitarbeiter so komplett online beziehungsweise von zu Hause aus absolvieren, lange Anfahrtswege entfallen. Lediglich die Prüfungen müssen an einem der bundesweit elf Fernstudienzentren absolviert werden.

Fact 2 - Unternehmensthemen und Branchenschwerpunkte einbringen

 

Eine wesentliche Gestaltungsmöglichkeit liegt in der Wahl der Studienschwerpunkte: Durch die Entscheidung zwischen Branchenschwerpunkten wie Handel, Banken oder Tourismus sowie diversen Funktionen, (z.B. Marketing & Vertrieb, HR oder Logistik) können Studierende und Arbeitgeber die fachliche Ausrichtung des Studiums maßgeblich mitgestalten.

 

Die Partnerunternehmen der PFH haben zudem die Möglichkeit, auf die Lehrpläne und Curricula einzuwirken, um somit die Studieninhalte auf die arbeitsalltäglichen Wirklichkeiten im Unternehmen anzupassen. Dieser proaktive Einfluss kann über das sogenannte „Board of Practice“ ausgeübt werden. Hierbei tauschen sich die Partnerunternehmen in regelmäßigen Abständen mit Professoren der PFH über den Ablauf des Studienprogramms aus, mit dem Ziel die bedarfsgerechte Ausbildung sicherzustellen. Darüber hinaus liegen weitere Steuerungsmöglichkeiten beim Transfer von der Theorie in die Praxis: Zum einen bieten Hausarbeiten sowie Bachelor- und Masterthesis die Chancen, unternehmensrelevante Themen aufzugreifen. Zum anderen führt auch die kontinuierliche Praxisreflexion dazu, dass die Studierenden konkrete, unter der Anleitung der Professoren ausgearbeitete Arbeitsaufträge im Berufsalltag umsetzen. Das in der Hochschule erworbene Wissen kann somit unmittelbar auf die Arbeitsprozesse transferiert werden und dem Unternehmen einen direkten Mehrwert bringen.

Fact 3 – Mitarbeitergewinnung und -bindung durch individuelle Weiterbildungsmöglichkeiten

 

Mitarbeiter sehen Weiterbildung als Fundament für ihren beruflichen Erfolg und den Aufstieg auf der Karriereleiter. Zudem zeigt eine Vielzahl von Studien, dass Mitarbeitermotivation und -zufriedenheit nicht durch Gehaltserhöhungen käuflich sind. 42 Prozent der 18 bis 35-Jährigen wären sogar bereit, den Arbeitgeber zu wechseln, wenn dieser ihnen ein berufsbegleitendes Studium ermöglicht.²

 

Durch die praktische Tätigkeit und die ergänzenden Praxisreflexionen im Rahmen der regulären Arbeitstätigkeit sammeln die Studierenden im Gegensatz zum gewohnten dualen Studium zusätzliche 30 ECTS. Dies sorgt für eine starke Identifikation mit dem Programm und für eine optimale Verzahnung von Theorie und Praxis.

Fact 4 – Individuelle Betreuung für Studierende und Unternehmen

 

Ein enger Austausch zwischen den Studierenden, den Unternehmensvertretern sowie den Professoren kennzeichnet das Programm „digitual“ der PFH. Dies wird zum einen durch regelmäßige Besuche und persönliche Gespräche im Unternehmen sowie den stetigen Austausch über das „Board of Practice" sichergestellt. Zudem können Unternehmen bei Bedarf die Unterstützung der PFH bei der Suche nach geeigneten Kandidaten nutzen, um die Personalgewinnung und -entwicklung effizient voran zu treiben.

Fact 5 - Akkreditiert und staatlich anerkannt

 

Das Programm „digitual“ bietet ein flexibles akademisches Fernstudium mit den Abschlüssen Bachelor und Master an. Beide Studiengänge sind durch die ZEvA Hannover akkreditiert und außerdem staatlich anerkannt. Auf Basis einer intensiven Zusammenarbeit mit ihren Partnern hat die PFH ihr Hochschulkonzept aufgebaut und entwickelt es stetig weiter. Auch in diesem Jahr bekam die PFH durch verschiedene Institutionen erfolgreiche Hochschularbeit bestätigt: So belegte sie im Januar bei einer Umfrage der "WirtschaftsWoche" Platz 1 bei den "Top Mittelstandsdienstleistern" in der Kategorie Weiterbildung/Training. Außerdem erhielt die PFH im Februar zum dritten Mal in Folge das Siegel "Top Institut" des Online-Portals FernstudiumCheck und die Auszeichnung „Top E-Campus“ von fernstudium-direkt.de.


¹ Sierke, B.; Algermissen, J.; Brinkhoff, S. ; Digitalisierung in Bildungsprozessen – Eine Studie im deutschen Mittelstand, 2016, S. 15 ff.

² Sierke, B.; Algermissen, J.; Brinkhoff, S. ; Digitalisierung in Bildungsprozessen – Eine Studie im deutschen Mittelstand, 2016, S. 36