GÖtrain - Established 1998

 

Als kleines, aber feines Projekt, blickt GÖtrain auf eine beachtliche Historie zurück, gefüllt mit den unterschiedlichsten Erfolgsgeschichten zu individuellen beruflichen Karrieren.

 

Um Ihnen einen Einblick zu geben, lesen Sie im Folgenden zwei Erfahrungsberichte von GÖtrain-Projektteilnehmern.

 

 

   Mit GÖtrain Beratertätigkeit entdeckt

 

   Eine Romanistin wird IT-Trainerin

 

 

 


 

Erfahrungsbericht: Mit GÖtrain Beratertätigkeit entdeckt

 

Nach dem Physikstudium hatte Christoph Neuser viele Berufsoptionen im Kopf. Seine Fähigkeit und Freude daran, komplexe technische Sachverhalte und Produkte für Laien verständlich zu machen, war dabei ein Ansatzpunkt. Trotzdem zählte eine Beratertätigkeit im IT-Bereich eher nicht zu den anvisierten Karrierezielen. Darauf hat ihn erst die Traineestellenvermittlung des GÖtrain-Programms gebracht. 2013 begann Neuser ein Traineeship beim IT-Dienstleister ABS Team in Bovenden bei Göttingen. Mittlerweile ist er dort fest angestellt und sieht sich als SAP-Consultant für Softwarelösungen in der Personalwirtschaft definitiv am richtigen Platz angekommen. Seine Erfahrungen schildert er im Interview.

 

Herr Neuser, wie sieht ihr Arbeitsalltag bei ABS Team heute aus?

Das Beratungsunternehmen ABS Team ist ein IT-Dienstleister für Industrieunternehmen und Organisationen des Öffentlichen Dienstes, mit einem hochspezialisierten Leistungsspektrum. In deutschlandweiten und internationalen Projekten begleitet ABS Team Kundenunternehmen bei der Einführung, der individuellen Anpassung und Wartung von SAP-Softwarelösungen für alle betrieblichen Prozesse von HR-Abteilungen. Die Analyse und Optimierung von Geschäftsprozessen ist ebenfalls häufig ein Projektbestandteil. Ich arbeite als SAP HCM-Consultant in der Beratung und Entwicklung, also Programmierung. Je nach Projekt bin ich aber auch für die Konzeption oder für das Coaching unserer Kunden zuständig. Die Arbeit lebt durch den Kundenkontakt. Ich bin deutschlandweit unterwegs und arbeite direkt mit den Projektverantwortlichen, in Unternehmen unterschiedlicher Größen und Branchen zusammen. Die Umsetzung der Projekte findet sowohl vor Ort bei unseren Kunden, als auch an unserem Standort in Bovenden statt.

 

Wie haben Sie Ihre Traineestellensuche im Rahmen des GÖtrain-Programms erlebt?

Zunächst habe ich das intensive Bewerbungsgespräch bei GÖtrain in Erinnerung. Dies war eine gute Vorbereitung auf spätere Bewerbungsgespräche, da die Atmosphäre doch etwas lockerer war. Andererseits hatte ich den Eindruck, dass GÖtrain intensiv darum bemüht war, meine Stärken und Schwächen herauszuarbeiten, um so auch auf mögliche Einsatzbereiche schließen zu können, die nicht meinem Physikstudium entsprachen. Das hat überhaupt erst dazu geführt, dass ich die Möglichkeit wahrgenommen habe, in einem IT-Beratungsunternehmen zu arbeiten.
Alles Weitere ging dann sehr schnell und bereits einen guten Monat später folgte ein Bewerbungsgespräch bei ABS Team. Im Anschluss daran wurden wir uns zügig über eine Einstellung einig.

 

Und wie ist der Karrierestart verlaufen?

Der Einstieg in den Job ist für mich bislang sehr gut verlaufen. Mein Wunsch, in Göttingen oder Umgebung eine Anstellung zu finden, wurde auf diesem Weg erfüllt und mein jetziger Arbeitgeber nimmt es sehr ernst, die Absolventen bei dem Einstieg in die Arbeitsstelle intensiv auf die neue Tätigkeit vorzubereiten. Ich hatte nicht das Gefühl, dass es für mich ein Nachteil wäre, als "Fachfremder" einzusteigen, sondern dass mir alle notwendigen Kenntnisse entsprechend vermittelt werden.

Ich gehe davon aus, dass ich ohne die Vermittlung von GÖtrain nicht in dieser Branche gelandet wäre, da ich mir  eine Tätigkeit als Programmierer sowie im Consulting zuvor nicht vorstellen konnte.

 

Sehen Sie den Einstieg in einem kleinen bzw. mittelständischen Unternehmen als gute Grundlage für den weiteren Berufsweg?

Ich denke, das kommt auf die eigene Präferenz an. Für mich hat es auf jeden Fall gepasst. Ein Unternehmen, das nicht in langen Hierarchien gefangen, sondern dynamischer und jünger aufgestellt ist, finde ich sehr angenehm. Auch denke ich, dass man in KMU schneller Verantwortung übernehmen kann als bei typischen "großen" Unternehmen. Kleine und mittelständische Unternehmen sind häufig auf wenige Leistungsangebote besonders spezialisiert, im Fall von ABS Team sind das zum Beispiel "maßgeschneiderte" SAP-Lösungen für die Personalwirtschaft. Dies ist aber für den Berufseinstieg kein Nachteil, denn generelle Berufserfahrung und Soft Skills eignet man sich unabhängig von Firmengröße und Spezialisierung an. Außerdem erhält man schneller und transparenter einen Überblick über zentrale Geschäftsprozesse, als dies in größeren  Unternehmen möglich wäre.

 

Welche Bedeutung hat GÖtrain Ihrer Meinung nach für die Region Südniedersachsen?

Ich denke, dass GÖtrain in der Region Göttingen, in der es viele Uniabsolventen gibt, eine gute Hilfe sein kann, auf diesem Weg zu einer ersten Anstellung und zu Berufserfahrung zu kommen. Das Angebot von GÖtrain habe ich als fair empfunden und in meinem Fall wurden meine Erwartungen sogar übertroffen. Bei ABS Team bin ich außerdem einer von mehreren Absolventen, die  durch GÖtrain ihren Berufseinstieg in die IT-Beratung gefunden haben.

 

Würden Sie GÖtrain weiterempfehlen?

Für Absolventen, die gerne in Göttingen oder Umgebung bleiben möchten und  bereit sind, sich auf einen Beruf einzulassen, der unter Umständen nicht zu 100 Prozent den Inhalten ihres Studiums entspricht, kann ich GÖtrain auf jeden Fall empfehlen.

 

 

 


 

 

Erfahrungsbericht: Eine Romanistin wird IT-Trainerin

 

Oksana Köster-Remen hat Romanistik studiert – heute arbeitet sie als IT-Trainerin beim Göttinger IT-Dienstleister Sycor mbs GmbH. Auf diesen ungewöhnlichen Karriereweg hat sie das Traineeprogramm GÖtrain der mtec-akademie geführt. Die Arbeitsstelle passt hervorragend zu Köster-Remen und ihren Fähigkeiten, trotzdem hätte sie ihren heutigen Arbeitgeber ohne GÖtrain nie in Erwägung gezogen.

 

Ihr einjähriges Traineeship bei Sycor mbs, damals noch mbs Marketing- und Bildungsservice GmbH, begann im Sommer 2011. Nach Ablauf der Trainee-Zeit blieb Köster-Remen in dem mittelständischen Unternehmen. Ihre Erfahrungen schildert sie im Interview:

 

Frau Köster-Remen, wie sieht ihr Arbeitsalltag bei Sycor mbs heute aus?

Ich bin in der Abteilung Training & Consulting als IT-Trainerin tätig. Zu meinen primären Aufgaben gehören die Projektbetreuung, Trainingsvorbereitung und -durchführung. In den Trainingsmaßnahmen schule ich unsere nationalen und internationalen Kunden im Umgang mit spezifischen IT-Anwendungen, beispielsweise mit Systemen für Customer-Relationship-Management (CRM).

 

Welche Karriereziele hatten Sie nach Ihrem Studium ursprünglich im Blick?

Nach meinem Romanistik-Studium mit den Schwerpunkten Französisch und Italienisch habe ich noch eine Zusatzqualifikation im Bereich Human Resources erworben. Meine ersten Bewerbungen zielten dann alle in Richtung Personalmanagement. Ich rechnete eigentlich nicht mit einer Arbeitsstelle, die meinem Studienabschluss entspricht.

 

Wie haben Sie Traineestellensuche im Rahmen des GÖtrain-Programms erlebt?

Eine derart schnelle Stellenvermittlung habe ich mir damals nicht vorstellen können: Nur acht Wochen nach meinem ersten Gespräch mit Herrn Orminski (Projektkoordinator GÖtrain) konnte ich bei Sycor mbs das passende Traineeship beginnen. Dort wurde mir eine Berufsperspektive als IT-Trainerin geboten. Diese hatte ich nie im Blick, aber trotzdem entsprach sie meinen Interessen sehr gut, denn ich wollte stets in der Erwachsenenbildung arbeiten und meine Fremdsprachenkenntnisse dabei einsetzen können. Heute kann ich sagen: Ich habe den richtigen Weg eingeschlagen.

 

Würden Sie GÖtrain weiterempfehlen?

Ja, jederzeit. Zwar konnte ich an den Trainingsmaßnahmen von GÖtrain aufgrund des schnellen Jobeinstiegs gar nicht teilnehmen, aber die Vermittlung habe ich sehr positiv erlebt. Außerdem finde ich die Idee sehr gut, Studienabsolventen mit den kleinen und mittelständischen Unternehmen der Region zusammen zu bringen. Denn die meisten Absolventen konzentrieren sich bei der Jobsuche auf große Unternehmen, obwohl Mittelständler ebenso gute Berufschancen und insgesamt deutlich mehr Stellen bieten.

 

Sehen Sie den Einstieg in ein kleines bzw. mittelständisches Unternehmen heute als gute Grundlage für Ihren weiteren Karriereweg?

Ein klares Ja. In kleinen und mittelständischen Unternehmen übernimmt man sicherlich schneller Projektverantwortung als in Großunternehmen. Außerdem hat man direkten Kundenkontakt und der Austausch zwischen Kollegen und Abteilungen ist viel schneller und einfacher. Auch flachere Hierarchien sowie eine angenehme und kollegiale Arbeitsatmosphäre sind nicht zu unterschätzen.