„Aufräumen, dafür habe ich keine Zeit!“ Ein Standardsatz, den ich immer wieder von vielen Menschen höre. Meine Antwort darauf lautet: „Aber dafür viel Zeit zum Suchen“.
Die eigene Kultur ist die Brille, durch die der Mensch das Geschehen um sich herum interpretiert. Interkulturelle Missverständnisse und Irritationen entstehen deshalb häufig in den nicht sichtbaren Bereichen einer Kultur. Dazu zählen etwa Werte (Grundannahmen, Weltsichten), Kommunikation (Redestile, Zuhörgewohnheiten) sowie die Vorstellungen von Zeit (Zeitabläufen, Planungen, Termineinhaltungen) und Raum (Körpersprache, Verhältnis öffentlich/privat). Für eine erfolgreiche interkulturelle Zusammenarbeit ist es wichtig, Unterschiede in diesen Bereichen zu kennen. Es reicht gerade nicht aus, nur sichtbare Besonderheiten wie Höflichkeitsregeln, Kleidungsregeln und Essgewohnheiten zu beachten.