Selbst- und Fremdbilder von Personalabteilungen unterscheiden sich zum Teil beträchtlich, wie Studien namhafter Auftraggeber (u. a. Deloitte, Accenture, Kienbaum, KPMG, McKinsey, PwC und weitere) immer wieder aufzeigen. In der Selbstwahrnehmung bemerken Personaler oft einen Bedeutungszuwachs der eigenen Arbeit. Externe HR-Fachleute und Experten anderer Abteilungen kommen in den Umfragen zu gegenteiligen Prognosen. Die widersprüchlichen Positionen lassen bereits erahnen, dass es auch für die inhaltliche und strategische Ausrichtung des Personalmanagements geteilte Meinungen gibt, ein Königsweg ist nicht in Sicht.
Im Mittelpunkt des Talentmanagements steht die Frage, wie Unternehmen geeignete Mitarbeiter zur Besetzung wichtiger Positionen gewinnen und langfristig binden können. Für Personaler ist diese Aufgabe natürlich nicht neu, doch sie gewinnt in Zeiten des demografischen Wandels und des Fachkräftemangels massiv an Bedeutung – und hat mit dem Schlagwort "Talentmanagement" ein neues Label bekommen.